Texte für die eigene Website – womit du anfängst
Inhalte

Das leere Dokument ist der eigentliche Gegner
Fast jedes Website-Projekt kommt an denselben Punkt: Der Entwurf steht, und jetzt fehlen die Texte. Wer dann vor einem leeren Dokument sitzt und „irgendwas Professionelles“ schreiben will, schreibt meistens gar nichts. Der Ausweg ist unspektakulär – man fängt nicht mit Schreiben an, sondern mit Sammeln.
Fang mit Fragen an, nicht mit Sätzen
Schreib auf, was dich deine Kundschaft am Telefon tatsächlich fragt. Die zehn häufigsten Fragen sind dein Inhaltsverzeichnis. Was du regelmäßig erklären musst, gehört auf die Seite – und zwar mit denselben Worten, die du am Telefon benutzt.
Vier Regeln, die fast immer helfen
Erst das Ergebnis, dann der Weg: nicht „Wir arbeiten mit einem strukturierten Prozess“, sondern was am Ende dabei herauskommt.
Konkret schlägt hochwertig: „Rückmeldung am selben Werktag“ sagt mehr als „höchste Servicequalität“.
Kurze Sätze: Wenn du beim Vorlesen Luft holen musst, ist der Satz zu lang.
Sag, was der nächste Schritt ist: Jede Seite braucht ein Ende, das weiterführt – anrufen, schreiben, Termin ausmachen.
Womit du dich nicht aufhalten solltest
Mit perfekten Formulierungen. Texte auf einer Website lassen sich jederzeit ändern – anders als bei einer Broschüre, die gedruckt im Regal steht. Schreib die Rohfassung so, wie du sprichst, und schleif später.
Der schnellste Trick
Nimm dein Handy und erklär jemandem eine Minute lang, was du machst und für wen. Tipp es ab. Was dabei herauskommt, ist fast immer besser als das, was beim Schreiben entsteht – weil es klingt wie du.

Rami Succari

